Seltsame Tage

Heute hab ich mich mit einem Kommilitonen verabredet, um schwimmen zu gehen. Dies ist bei 32°C auch das einzig Richtige, was man tun kann. So weit so gut, wir trafen uns also gegen Mittag und schlenderten plaudernd runter zum Fluss.

Völlig durchgeschwitzt sprangen wir ins Wasser und liessen uns treiben, weiterhin gute Gespräche führend – übers Studium, übers Schreiben, über unsere Familien. Einander zugewandt liessen wir uns weitertragen, als er mein Gesicht in seine Hände nahm und mich küsste. Moooooooment. Was passiert hier gerade?

Mein Kopf ratterte. Obwohl ich Sexkapaden und mein näheres Umfeld generell lieber voneinander trenne, wäre ich einem Quickie in der Umkleidekabine ja nicht abgeneigt gewesen, das hat was. Zumal ich mich im Moment sowieso chronisch untervögelt fühle. Aber was, wenn der das voll ernst meinte? Ich probierte, ihn fordernder zu küssen, er ging nicht drauf ein, streichelte meine Wange. Mist.

„Ähmmmmm Du, ich sag das lieber zu früh als zu spät; ich mag Dich, aber ich will wirklich nichts Festes. Bin erst gerade aus einer hässlichen Beziehung raus, will mich eine Weile lang allein entdecken.“

„Kein Ding, ich bin keine fünfzehn mehr, ich verkrafte das schon“ sprach sein Mund, jedoch nicht seine Augen.

Er verschwand auf die Toilette. Hätte ich das kommen sehen müssen? Ich wüsste nicht wie. Aber immerhin war das direkt und nun ist es geklärt. Mal sehen, ob sich das wieder erholt – ich melde mich jedenfalls vorerst nicht mehr bei ihm.

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